Aufstellung der Kreistagsliste

Die Kreisvorsitzende (und frisch gebackene Bundestags-Abgeordnete) Sandra Bubendofer-Licht konnte zahlreiche Mitglieder und Gäste im va bene in Haigerloh begrüßen.

Unter der Leitung von Konrad Kammergruber vom benachbarten Kreisverband Altötting wurde der Wahlvorschlag der Mühldorfer FDP ermittelt. Die Plätze 1 bis 5 wurden als Einzelwahl durchgeführt, die hier vorgeschlagenen Kandidaten hatten die Gelegenheit, sich und ihre Ziele in einer kurzen Rede vorzustellen.

Auf Platz 1 schlug die Kreisvorsitzende ihren Stellvertreter und designierten Kandidaten zur Landratswahl, Peter Corticelli, vor. Corticelli ist 49, lebt in Ranoldsberg mit seiner Frau Astrid, die im Klinikum Mühldorf als Ärztin tätig ist. Er ist stellvertretender Bezirksvorsitzender der FDP und neben Karl Graf von Stauffenberg im Vorstand der ländlichen Liberalen Bayern, einer Vorfeldorganisation der FDP, die sich für die Entwicklung des ländlichen Raumes einsetzt.

  • Platz 2 Sandra Bubendorfer-Licht, Ampfing
  • Platz 3 Valentin Clemente, Heldenstein
  • Platz 4 Josef Ried, Obertaufkirchen
  • Platz 5 Karl Licht, Ampfing

Anschließend folgte die Wahl der Plätze 6 bis 36. Dr. Wolfgang Storm, einer der beiden Stellvertreten im Kreisverband, erläuterte zunächst den im Vorfeld vom Kreisvorstand erarbeiteten Vorschlag für die Reihung. Diesem lägen verschiedene Aspekte, wie Alter, Wohnort, Geschlecht und Vernetzung in der Region zugrunde. Die Reihung solle dem Wähler im Landkreis aufzeigen, wie vielfältig die FDP sich zusammensetzt. Storm legte aber großen Wert auf die Feststellung, dass die Wahlberechtigten über das Wahlverfahren alle Freiheiten hätten: jeder Kandidat auf der Liste müsse das Quorum erreichen, die Reihenfolge bestimme die Zahl der "Ja-Stimmen".

Gleichwohl folgten die Wahlberechtigten dem Listenvorschlag einstimmig, so dass Wahlleiter Kammergruber zum zweiten großen Punkt der Tagesordnung schritt: es galt, den Kandidaten zur Wahl des Landrates zu bestätigen. Hier hatte Peter Corticelli bereits im Vorfeld seine Bereitschaft zur Kandidatur signalisiert. Als Landrat liege im das Thema "Führung" sehr am Herzen. Er habe wenig Erfahrung in kommunaler Verwaltung, aber das sehe er eher als Vorteil: "Ein Landrat muss nichts besser können als seine Leute - das sind hochqualifizierte Experten, denen ich nichts vormachen kann. Im Gegenteil: seine Aufgabe ist es, die richtigen Leute zusammenzubringen und ihre Arbeit zu moderieren - und das kann ich, darin habe ich Erfahrung!"

Inhaltlich sieht Corticelli die Schwerpunkte seiner Arbeit als Landrat bei der Digitalisierung der Verwaltung, der Infrastruktur und der Entwicklung von Mobilitätskonzepten. In allen Bereichen gelte es, klug und nachhaltig in die Zukunft zu investieren, dabei auf die Umwelt zu achten und mit dem Geld der Bürger sparsam zu haushalten.

Mit Blick auf seine Mitbewerber freut sich Corticelli auf einen spannenden Wahlkampf. "Soweit ich sie kenne, handelt es sich um fähige, sympathische Leute, mit denen man sicher auch nach der Wahl gut zusammenarbeiten kann - egal, wie es ausgeht!"

Einen Wermutstropfen sehe er allerdings im "System CSU" - indem man sich auf den verschiedenen Ebenen unterschiedlich positioniere, lulle man den Wähler ein. "Ein Ministerpräsident setzt ein Tempolimit durch, die Kreisgruppe der eigenen JU protestiert lautstark dagegen - und dem Landratskandidaten fällt die Rolle des ausgleichenden Verstehers beider Seiten zu - was für ein Theater!". Es seien so zwar alle Gesichter gewahrt und alle Interessen symbolhaft befriedet, in Summe allerdings nichts gewonnen. "Wenn uns daran gelegen ist, dass der Bürger die Politik ernst nimmt, sollten wir auf solche Spiele verzichten. Wir dürfen die CSU mit dieser Art von Macht nicht alleine lassen, der Bürger durchschaut das langfristig und wendet sich dem vermeintlichen Klartext der Ränder zu. Daher: wählt ein liberales Korrektiv!"

Die Listenplätze 6-37:

  • 6: Vinzenz Knöll, 18, Schüler, Waldkraiburg
  • 7: Evi Frohnwieser, 39, Steuerfachwirtin, Ampfing
  • 8: Anke Storm, 56, Diplomkauffrau, Mühldorf
  • 9: Dominik Scholtes, 38, Technischer Angestellter, Waldkraiburg
  • 10: Wolfgang Storm, 57, Physiker und Marktanalyst, Mühldorf
  • 11: Cornelia Siegle, 64, Bauingenieurin, Neumarkt-Sankt Veit
  • 12: Stephan Kraus, 53, Polizeibeamter, Mettenheim
  • 13: Martin Schnellbach, 46, Finanzwirt, Ampfing
  • 14: Roland Viefhaus, 54, IT-Unternehmer, Oberbergkirchen
  • 15: Philip Witte, 21, Speditionskaufmann, Ampfing
  • 16: Alexander Degen, 56, Unternehmer, Schwindeg
  • 17: Ernst Aicher, 81, Kreisbaumeister a. D., Mühldorf
  • 18: Petra Pöschl-Corticelli, 44, Controllerin, Haag
  • 19: Markus Greim, 59, Unternehmer, Buchbach
  • 20: Christian Goertz, 33, Unternehmer, Waldkraiburg
  • 21: Raphael Rumpf, 32, Rettungssanitäter, Waldkraiburg
  • 22: Dr. Oliver Hampel, 46, Diplomchemiker, Waldkraiburg
  • 23: Maximilian Joschko, 23, Fahrdiensleiter, Aschau
  • 24: Dr. Eberhard Siegle, 64, Zahnarzt, Neumarkt-Sankt Veit
  • 25: Alexander Bau, 45, Musikproduzent, Mühldorf
  • 26: Gregor Czernecki, 35, Gesundheits-/Krankenpfleger, Waldkraiburg
  • 27: Johannes Mallin, 19, Einzelhandelskaufman, Waldkraiburg
  • 28: Andreas Wahrlich, 48, Finanzbeamter, Mühldorf
  • 29: Josef Hemm, 33, Postamtsleiter, Neumarktr-Sankt Veit
  • 30: Daniel Baumann, 28, Unternehmer, Mühldorf
  • 31: Kay Neugebauer, 35, Direktor Forschung/Entwicklung, Mühldorf
  • 32: Karl Licht jun., 24, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Ampfing
  • 33: Katharina Storm, 30, Produktmarketing, Mühldorf
  • 34: Alexander Storm, 27, Doktorand Physik, Mühldorf
  • 35: Andreas Weissl, 30, Doktorand Physik, Mühldorf
  • 36: Georg Gründl, 82, Landwirt, Ampfing
  • 37: Lucy Scholtes, 38, Landwirtin

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