Wunderschöner Neujahrsempfang

Sonnig und gut besucht war der gemeinsame Neujahrsempfang der beiden Kreisverbände Mühldorf und Altötting. An neuer Stelle, dem Café im Inn-Carreé begrüßten Jazz-Klänge der Band "cool'n'blue" aus Burghausen die Besucher und sorgte für sanfte Untermalung zwischen den Reden. Während MdB Thomas Hacker mittlerweile bereits zum Inventar des Neujahrsempfangs gehört, konnten die Kreisvorsitzenden Sandra Bubendorfer-Licht und Konrad Kammergruber erstmals MdB Thomas Sattelberger als Redner begrüßen.

Sattelberger richtete einen engagierten Appell an die Jugend: sie sei es, die die Zukunft gestalte, sie müsse mit ideologiefreier Vernunft gesundes Wirtschaftswachstum sicherstellen, ohne die Umwelt weiter zu zerstören. Der Schlüssel dazu liege dabei auch in gemischten Teams aus Männern und Frauen, alten und jungen Menschen - und Quereinsteigern mit frischen Ideen.

Auch Thomas Hacker, neben seiner Tätigkeit als Bundestagsabgeordneter auch Präsident der Thomas-Dehler-Stiftung, mahnte: das Erreichte in Deutschland und Europa sein gefährdet, wenn es nicht über Partei- und Ländergrenzen hinweg gelinge, Europa weiterzuentwickeln. Dass ständig neu nachgedacht werden müsse, zeigten auch Entwicklungen in Polen und Ungarn - und natürlich der Brexit. Das sei auch keine Sache von Berufspolitikern alleine, hier müsse die gesamte Gesellschaft wirken. Ein besonderes Anliegen ist Hacker, den Frauenanteil in der Partei zu erhöhen.

Die Kreisvorsitzende von Mühldorf mahnte alle Parteien, bei den kommenden Kommunalwahlen an einem Strang zu ziehen, um den Populisten von rechts nicht auch in den kommunalen Räten zu ermöglichen, mit Verhinderungs- und Verzögerungstaktiken die Arbeit zu lähmen. "Insbesondere die Kreis-, Stadt- und Gemeinderäte sind ehrenamtliche geprägt - da haben solche Sperenzchen direkten Einfluss auf das bürgerliche Engagement."

Peter Corticelli, der stellvertretende Vorsitzende der Mühldorfer Liberalen erläuterte, wie ein liberaler Ansatz zur Diskussion um das Tempolimit aussehen könne: freilich sei die Straße heute kein Sportgerät mehr, man müssen anerkennen, dass meist gar nicht mehr schneller gefahren werden könne. Ein Ausweg seinen intelligente Verkehrssteuerung bis hin zum autonomen Fahren: wenn durch Computersteuerung und autonomes Fahren keiner mehr die anderen durch unsinnige Spurwechsel aufhalte, sich jeder an Reißverschluss halte, kämen alle schneller an. Weniger Unfälle, weniger Abgase, weniger Feinstaub seien das Ergebnis. Das bedeute in bestimmten Situationen Freiheit aufzugeben. Der Umkehrschluss müsse aber auch zulässig sein: "Wenn nachts um halb zwei die Bahn nach Regensburg frei ist, möchte ich auch 250 fahren dürfen!" forderte Corticelli.

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